Exkursion nach Wolhusen im Rahmen der 950 Jahr Jubiläums
Am Morgen des 6. Juni traf sich ein kleine Schar interessierter Frauen und Männer auf dem Parkplatz neben der Kirche Seeberg. Ihr Ziel war die Burgruine Wolhusen - Stammsitz der Freiherren von Wolhusen. Diesen - und im Besonderem: Seeliger von Wolhusen verdankt unsere Kirchgemeinde die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1076. Der Weg führte über die Linde nach der historischen Stadt Willisau.
Nach dem Kaffeehalt führte Roberto Rumi als versierter Stadführer seine reformierten Gäste durch das Städtli. Er hatte sich speziell in die Geschichte der Reformierten Frauen und Männer vertieft. So erfuhren wir, dass die erste reformierte Kirchgemeinde in Willisau sich ab 1886 im 1. Stock des Landvogt-Schlosses traf. Wir lernten die korrekte Teilung eines Willisauersringli, nachdem wir dir festlich geschmückte Kirche „Peter und Paul“ besucht hatten. Auslöser war deren spezielle „moderne“ Glockenturm. Wir erfuhren, dass er nachträglich auf die Kirche aufgesetzt wurde, weil die Glocken im bisherigen Glockenturm nicht mehr ringsum zu hören waren. Gebaut wurde mit den neuen technischen Möglichkeiten der Zeit, die da Waren Stahl und Beton. Und die neue Kupferverkleidung soll bis nach Rom zu sehen gewesen sein. Viel zu spät trafen wir im Restaurant August in Wolhusen ein. Wir bekamen trotzdem noch ein köstliches Mittagessen.
Und danach ging es unter kundiger Führung von Michael Duss auf die Burg. Er hatte es mögliche gemacht, dass wir ganz nahe zur Burg fahren konnten. Dort erwartete und Anton Duss, ehemaliger Präsident der Stiftung Burgruine Wolhusen. Er wusste einiges zu berichten und stellte die Freiherren von Wolhusen in einen grösseren geschichtlichen und geographischen Zusammenhang. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Modell der Burgruine. Es belegt, dass die Freiherren von Wolhusen für die damalige Zeit wirklich über grossen Einfluss verfügten.Etwas später als geplant kehrte die Gruppe nach Seeberg zurück und hatte etwas zu erzählen.
Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen dieses Ausfluges beigetragen haben.
Text: Pfr. Rolf Weber, Seeberg
Bilder: Stefan Raiser
