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Fiire mit de Chliine

Das ‚Fiire mit de Chliine‘ ist ein Gottesdienst für Kinder bis 6 Jahre. Die Kinder besuchen ihn gemeinsam mit einer Begleitperson, beispielsweise ihren Eltern, Grosseltern oder Gotte/Götti. 

Wir empfehlen die Altersspanne, weil im 6. Lebensjahr die Kinder im kognitiven Bereich wie auch in der Feinmotorik deutliche Entwicklungsschritte machen. Das hat Einfluss darauf, wie und welche Geschichten man erzählt und wie man die Vertiefungsarbeiten gestaltet. 

Im ‚Fiire mit de Chliine‘ werden Bilderbücher mit einem thematischen Bezug zur Bibel wie auch biblische Geschichten erzählt. Rund um die Geschichte wird eine Feier gestaltet, in der die Vorschulkinder singen, staunen, danken, beten, fragen und zupacken können. Dabei entdecken die Kleinen die Kirche und deren Inhalte auf spielerische Weise.
Die Feier dauert meistens ungefähr eine Stunde. Leitung: Susan Weber

Alle Kinder erhalten eine Einladung per Post

Wir bitten Sie um Anmeldung: pfarramt@kirche-seeberg.ch oder 062 968 11 54

Wir freuen uns auf Euch!


 


Fiire mit de Chliine - Daten 2026


Jeweils Samstag von 10.00 - 11.00 Uhr an folgenden Daten:

7. März / 30. Mai / 17. Oktober / 12. Dezember (Nachmittag)

 


Fiire mit de Chliine - Häb Vertroue

An diesem prächtigen, sonnigen Samstagmorgen trudelten 9 Kinder mit ihren Begleitpersonen auf den Berg in die Kirche. Blaues Tuch – grüner Kreis in der Mitte, was das wohl wird? Jedes Kind durfte sich ein Säcklein nehmen und schnell wurde klar, was der Inhalt, zusammen mit der blaugrünen Mitte werden soll = ein Teich. Sogar ein Frosch kam zum Vorschein. Und um diesen Frosch ging es in der Geschichte. Noch ganz klein, als Kaulquappe, entdeckte Quappito den Teich. Freute sich seines Lebens und genoss es, so schnell durchs Wasser zu flitzen. Doch sein Körper veränderte sich zusehends, es wuchsen ihm plötzlich Beine und Arme. Er hatte keine Ahnung wieso und für was. Es bedrückte ihn immer mehr und er wurde sehr traurig. Bis die Schlange sich ihm zuwendete, er plötzlich Angst bekam und schwupps – aus dem Teich sprang. Aha, dafür waren die Beine. Alles klar! Nun vertraute er darauf, dass Gottes Plan richtig ist und alles seinen Sinn.

Die Kinder bastelten einen eigenen Quappito und probierten sogar von der Empore aus, wie hoch er springen konnte. ‚I wag e chliine Schritt – i weises Gott chunnt mit‘. 
Die Veränderungen, die die Kinder selber erleben, vom Baby – zum Kleinkind – zum Kind... das Vertrauen, dass Gott sie immer begleitet, ist da.  Und mit dem Frosch durften sie auch testen, wie weit er in den Teich springen kann.

Guete Gott, i bi froh, dass du mi gmacht hesch. Mini Haar, Ouge, mis Muu, mini Arme, mi Buch, mini Bei u mini Füess. I fröie mi, dass i wachse u grösser wirde. Guete Gott, danke, dass du bi mir bisch u zu mir luegsch. Amen
Text und Bilder: Susan Weber
 


Fiire mit de Chliine vom 18. Oktober 2025

Zachäus der Zöllner Lk 19.1-10

15 Kinder mit ihren Begleitpersonen trudeln an diesem Morgen in die Kirche und beleben den Kirchenraum. Die Bodenheizung im Altarraum gibt wunderbar warm und lädt zum Verweilen ein. Im Mittelpunkt steht Zachäus, ein Zöllner. Er verlangt zu viel Zoll, und behält diesen Teil für sich. Dadurch hat er keine Freunde mehr. Jesus zeigt ihm, dass er sich jederzeit ändern kann. Zachäus kann wieder gutmachen, was er falsch gemacht hat. Die Kinder lernen, dass Jesus Menschen eine Hilfe sein kann, sich zum Guten zu verändern. 
In der ersten Gruppe üben wir zum Lied ‘Vo dir chum i über’ einfache Bewegungen ein. Die zweite Gruppe ist in der Zwischenzeit draussen auf der Rutsche. So schön, wenn jemand unten an der Rutsche steht, und die Kinder in Empfang nimmt, die runterrutschen. Genau wie Jesus Zachäus empfängt, der vom Baum klettert um bei ihm am Tisch zu sitzen. Dann wird gewechselt.
 

Alle Kinder bekommen am Schluss zwei Goldbatzen. Mit einem Batzen ‘kaufen’ sie ein Znüni und das andere Geldstück geben sie ins Hilfskässeli. Das ist Teilen. Eine bunte Kinderschar zieht nach der Feier wieder vom Berg. Es war so schön, dass sogar vergessen wurde, Fotos zu machen!

«Vo dir chum i über u i gib dir – zäme wei mir teile, vo däm läbe mir»
Text: Susan Weber
 


Fiire mit de Chliine vom 03.05.2025

Heute liessen wir uns vom Frühling begeistern. Der Regen in der Nacht vorher hat sogar noch alles wunderbar gewaschen...

Am Eingang bekam jedes Kind eine Blume von der Frühlingswiese vor der Kirche. Und im Kreis teilten sie den
anderen mit, welche Farbe, Duft, oder Sonstiges ihnen an der Blume aufgefallen ist. Ich hatte eine strahlend gelbe Blume, einen Löwenzahn. Und von dem handelte unsere Geschichte.
Der Marienkäfer Felix kam zu Besuch. Er verliebte sich in die gelbe Blume, putzte sie, umsorgte sie, und in der Nacht schlief er in ihr. Doch eines Morgens ging sie nicht mehr auf. Er kämpfte sich heraus und wartete, was passiert. 3 Tage später hatte sich seine Blume verwandelt, in einen Strahlenkranz voller Sterne. Da kam der Wind und blies alle davon. Felix war zuerst sehr wütend, dann traurig. Er verfolgte die kleinen Fallschirmchen, bis sie, verteilt auf der grossen Wiese, wieder auf den Boden schwebten. Er legte sich zum Schlafen neben ein Schirmchen und träumte davon, dass dieses kleine Sämlein im nächsten Jahr eine wunderschöne Blume wird.
Als Erinnerung bastelten die Kinder einen Felix. Holten sich geschlossene Blüten auf der Wiese und steckten sie auf ein Holzstäbchen. Über Nacht geschieht ein Wunder...

Ich wünsche allen Felix und Felicitas viel Glück in ihrem neuen Zuhause.

Liebe Gott mir wei dir danke,
alles, alles chunnt vo dir!
Jedes Blüemli, jedes Tierli,
o, mir danke, danke dir.

Text und Bilder: Susan Weber


Fiire mit de Chliine vom 08.03.2025

Regenbogen - das Zeichen vom Frieden

Die Farben erwachen in der Natur. Die Fasnacht ist ganz farbig und laut. Auch in der Kirche hat es farbige Blumen und farbige Fenster. Die Farben begleiten uns in unserem Alltag. Auch die heutige Geschichte hat mit Farben zu tun. Mit den Farben vom Regenbogen - dem Zeichen vom Frieden. Die Kinder halfen mit, das Schiff von Noah zu bauen - eine Arche. Alle Tiere, je zwei von einer Art, kamen auch ins Schiff. Und dann begann es zu regnen. Gott gefiel es gar nicht mehr, wie die Menschen miteinander umgingen. Sie waren böse, führten Kriege und waren auch zu den Tieren gar nicht lieb. Deshalb gab er Noah den Auftrag, eine Arche zu bauen. Und so rettete Gott die Menschheit und alle Tiere. Ein Neubeginn. Mit dem Regenbogen versprach er, nie mehr eine solche Sintflut zu schicken. Ein Zeichen vom Frieden - eine immerwährende Verbindung zu Gott und von Gott. Die Kinder verzierten mit allen Farben eine Kerze zu einer Friedenskerze. Sie schmückten die Kirche mit den Friedensfarben und brachten den Frieden auch nach draussen, zum Spielplatz. Eine fröhliche kleine Schar zog friedlich von dannen.

Rägeboge, Zeiche vom Fride
Gott git üs sini Hand
Rägeboge, Zeiche vom Fride
Lüücht übers ganzi Land.

Text und Bilder: Susan Weber


Fiire mit de Chliine vom 14.09.2024

Heute ist uns der Apfelkönig begegnet. Der wollte alle Äpfel für sich alleine. Nur er durfte sie anfassen, nur er durfte sie essen! - Also woher kommen eigentlich die Äpfel? Wir spielten zusammen ein Würfelspiel und die Kinder durften die Anzahl Würfel an den Baum stecken. Ja, machen wir das? Stecken wir Menschen alle Äpfel an den Baum? Neeeiiin. Das wussten die Kinder, dass die Äpfel von selber wachsen. Ich erklärte, dass Gott mit dem kleinen Apfelkern eine grosse Sache vorhat. Zeigte den wunderbaren Apfelstern in der Mitte jedes Apfels, wenn man ihn quer aufschneidet. Also sind es Himmelsfrüchte. Dazu durften die Kinder gleich einen Apfel essen, so süss.
Der Apfelkönig wurde eines Tages von seiner Obstgärtnerin benachrichtigt, dass es Fremdlinge hat auf dem Baum - Würmer. Der König war ganz ausser sich und versuchte alles um sie loszuwerden. Keine Chance. Bis der Wurm erklärte, dass der Baum traurig sei, dass nur der König profitierte. Also liess der König sofort alle Menschen einladen zu einem Fest und das macht er nun jedes Jahr. Bravo!
Auch wir stapften in den Garten gegenüber der Kirche zu den Apfelbäumen. Die Kinder kletterten die Leiter rauf und pflückten die Äpfel. Und die Erwachsenen bereiteten das Fest vor. Es gab Apfelkuchen, Apfeltee, Dörrapfelringe und Apfelmus. Ein herrliches Fest. Wir haben Gott gedankt und gefeiert.

Und die Zusicherung gilt. Alle dürfen pflücken kommen!

5 Finger stehen hier und fragen:
Wer kann diesen Apfel tragen?
Der erste kann es nicht,
der zweite sagt: Zuviel Gewicht,
der dritte kann ihn auch nicht heben,
der vierte schafft das nie im Leben.
Der fünfte aber spricht: Allein so geht das nicht,
Gemeinsam heben kurz darauf, 5 Finger diesen Apfel auf.

Text und Bilder: Susan Weber

Nächstes Fiire mit de Chliine:
Samstag, 30.11.2024 - 09.30 - 12.00 Uhr (mit KiK zusammen, in Begleitung)
Samstag, 07.12.2024 - 13.30 - 16.00 Uhr (mit KiK zusammen, in Begleitung)
Sonntag, 08.12.2024 - 17.00 Uhr KiK-Weihnachten für alle.


Fiire mit de Chliine vom 15. Juni 2024

Die Kirchenglocken läuteten die Chinderfiir ein. Auch das kleine Glöcklein läutete und die Kirchentüre stand weit offen für alle Kinder und ihre Begleitpersonen. Eine Geschichte aus dem grossen dicken Buch, der Bibel, stand heute im Mittelpunkt. Die Geschichte vom blinden Bartimäus. Doch, dass wir zuerst verstanden haben, wie blindsein ist, dazu gabs ein Spiel. Der 'Fühlsack' ging reihum und die Kinder ertasteten verschiedene Gegenstände. Was gar nicht so einfach war.
Im Geschichtenkoffer war anschliessend die Geschichte vom blinden Bartimäus versteckt. Ja, Bartimäus hatte es nicht einfach. Als Jesus in die Stadt kam wollte Bartimäus ihn unbedingt treffen. Und er rief ihn, noch lauter, und noch lauter (er bekam sogar einen roten Kopf dabei). Und endlich hat ihn Jesus gehört, liess ihn zu ihm kommen und heilte ihn. Das Vertrauen von Bartimäus hat ihn geheilt und aus Dankbarkeit ging er mit Jesus mit. Auch wir übten uns im Rufen, bzw. Schreien und es wurde gaaaanz laut in der Kirche. Wir dankten Gott für unsere Augen, unsere Ohren, unseren Mund, Arme und Beine.
Die Vertiefung fand draussen statt. Dass wir die drei Steintürme (vom KiK anno 2007) wieder besser sehen, haben wir sie zusammen neu angemalt. Das hat Spass gemacht. (Hoffentlich sind alle Kleider wieder sauber geworden..., das nächste Mal haben wir Malschürzen dabei, sind heute per Post eingetroffen;-) Und als Bhaltis durfte jedes Kind einen kleinen Stein anmalen und mit nach Hause nehmen.
Möge er uns erinnern, dass wenn Jesus uns fragt wie er Bartimäus gefragt hat: 'Was willst du von mir', dass wir eine Antwort parat haben.
Text und Bilder: Susan Weber


Fiire mit de Chliine vom 16. März 2024

13 Kinder mit ihren Müttern trafen am Samstagmorgen in der Kirche ein. Die Mitte war gefüllt mit farbigen Tüchern. Die schöne Chinderfiir-Kerze stand bereit. Doch das Feuerzeug musste zuerst gesucht werden... ah ja, gefunden! Dann mussten Plüschtiere im Kirchenraum gesucht werden... ah ja, auch gefunden. Dann kam die Geschichte von der Osterwoche. Auch Jesus wurde gesucht, das Grab war leer. Und der Engel erklärte: sucht Jesus nicht bei den Toten, sucht ihn bei den Lebenden. Das haben wir gemacht - und haben ihn gefunden.
Die grossen Bilder in der Kirche, die Kreuzigung und die Auferstehung, haben wir uns genau angeschaut.

Hoffentlich findet auch jedes Kind am Ostersonntag ein Osternest.

I by chli, du bisch gross.

Häb mi fescht, la nid los!

Gib mr diny starchi Hand,

füehr mi zletscht i ds Himelsland.

Text und Bilder: Susan Weber


Fiire mit de Chliine - Gott will unter uns wohnen

In der Mitte bauten wir Erwachsenen mit der ganzen Kinderschar ein Iglu-Zelt auf. Alle wollten sie rein, es wurde gekrabbelt und gehüpft, rein und raus. Früher lebten die Menschen im Zelt, weil sie immer unterwegs waren. Von einem Ort zum anderen. So hörten wir von einem kleinen Jungen Namens Ben. Er und seine Eltern wohnten in dieser Zeltstadt. Und plötzlich verkündet Mose, der Anführer, dass Gott auch unter ihnen wohnen will. In einem Zelt. Er hat genaue Vorstellungen und gibt Mose einen Plan, wie dieses Zelt ausschauen soll. "Gott wott unger üs zäutle? Das gloub i fasch nid! Dä wohnt doch im Himmu!"

Doch schnell haben die Menschen das Material gesammelt und angefangen zu bauen. Und es wurde ein einfaches Zelt mit einem Vorhof, einem Raum für das Heilige und einem Raum für das Allerheiligste. Eingefasst in eine Mauer aus Tuch. Eigentlich genau so wie heute immer noch; die Kirchenmauer umfasst den Platz, darin steht die Kirche mit dem Kirchenschiff, wo die Menschen sitzen und einem Altarraum, wo der Pfarrer oder die Pfarrerin steht und predigt. Das schauten wir uns genau an an diesem Morgen. In der Kirche und rund um die Kirche. So ist Gott immer noch mitten unter uns - ganz nah. Ja, Gott muss uns ganz fest gerne haben, wenn er immer bei uns sein will. Als Erinnerung bemalten wir ein Blatt Papier und falteten ein Zelt daraus.

"Gott du bisch um mi wie nes Zält,

wo mi schützt und stützt.

Amen"

Text und Bilder: Susan Weber


Fiire mit de Chliine - Turmbau zu Babel

Mit diesem Thema verbunden war die Aussage: Gott ist der Grösste. Wir versuchten einen gaaanz grossen Turm zu bauen, doch wie in der Geschichte, sprachen auch wir plötzlich andere Sprachen und verstanden uns nicht mehr. So ist alles zusammengekracht.

Und wir begriffen: Gott ist und bleibt der Grösste.

Im zweiten Teil konnten sich die Kinder mit Lehm beschäftigen. Lehm und Stroh stampfen, wie die Menschen von Babel. Es gab auch kleine und grössere Tiere. Und alle durften ein Säckchen mit Lehm nach Hause nehmen.
Zum Glück hatte es den Brunnen nebenan. Füsse und Hände, alles wurde wieder sauber.
 
Gott het di gärn, er isch bi dir und luegt für di.
Wenn du jetz geisch, de wünsch i dir: Bhüet di Gott!


Text und Bilder: Susan Weber


Erstes "Fiire mit de Chliine"

Zum ersten Mal haben wir uns am Samstag, 13. Mai 2023 in der Kirche zum ‚Fiire mit de Chliine‘ getroffen.  Mit 14 Kindern und ihren Begleitpersonen entdeckten wir die Schöpfungsgeschichte. Die Geschichte, die erzählt, wie Gott die Welt gestaltet hat. Wir gingen ganz zum Anfang zurück, so wie die Menschen in der Bibel es sich vorgestellt haben.

Singen mit Bewegungen, kurze Gebete, Geschichte mit Legematerial erzählt, so entdeckten die Kinder und machten mit. Einen Tontopf anmalen und selber Erde ‚schöpfen‘ vertiefte das Gehörte und Erlebte. Und zum Schluss durften sie die Blumensamen säen. Nun gehört ihnen ein Stück Erde, wo sie Sorge tragen und staunen können, was alles wächst. Viel Glück dazu!

Liebe Gott,

wo du dWält hesch gmacht,
hei dÄngel glacht, hei tanzet, sy gsprunge,
der Morgestärn het gsunge.
D’Böim hei mit de Zweige gchlatschet,
alli Bäch hei plitschet, platschet.

Wär i dört gsi, i hätt gseit:
Häb Dank, Gott für die Herrlichkeit!
Mir wei Sorg ha, dass nüt verheit!
Liebe Gott, dir singe mir, danke für alli Pracht,
wo du für üs hesch gmacht.
Amen

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Text: Susan Weber
Bilder: Stefan Raiser