Fiire mit de Chliine

Das ‚Fiire mit de Chliine‘ ist ein Gottesdienst für Kinder bis 6 Jahren. Die Kinder besuchen ihn gemeinsam mit einer Begleitperson, beispielsweise ihren Eltern, Grosseltern oder Gotte/Götti.

Wir empfehlen die Altersspanne, weil im 6. Lebensjahr die Kinder im kognitiven Bereich wie auch in der Feinmotorik deutliche Entwicklungsschritte machen. Das hat Einfluss darauf, wie und welche Geschichten man erzählt und wie man die Vertiefungsarbeiten gestaltet.

Im ‚Fiire mit de Chliine‘ werden Bilderbücher mit einem thematischen Bezug zur Bibel wie auch biblische Geschichten erzählt. Rund um die Geschichte wird eine Feier gestaltet, in der die Vorschulkinder singen, staunen, danken, beten, fragen und zupacken können. Dabei entdecken die Kleinen die Kirche und deren Inhalte auf spielerische Weise.
Die Feier dauert meistens ungefähr eine Stunde. Leitung: Susan Weber

Wir bitten Sie um Anmeldung: pfarramt@kirche-seeberg.ch oder 062 968 11 54

Wir freuen uns auf Euch!

PS. Möchte jemand gerne mithelfen bei der Vorbereitung? Herzlich willkommen.
Bitte bei Ruth Grossenbacher melden (ur.grosi@vtxmail.ch / 079 386 38 88)


Fiire mit de Chliine - Gott will unter uns wohnen

In der Mitte bauten wir Erwachsenen mit der ganzen Kinderschar ein Iglu-Zelt auf. Alle wollten sie rein, es wurde gekrabbelt und gehüpft, rein und raus. Früher lebten die Menschen im Zelt, weil sie immer unterwegs waren. Von einem Ort zum anderen. So hörten wir von einem kleinen Jungen Namens Ben. Er und seine Eltern wohnten in dieser Zeltstadt. Und plötzlich verkündet Mose, der Anführer, dass Gott auch unter ihnen wohnen will. In einem Zelt. Er hat genaue Vorstellungen und gibt Mose einen Plan, wie dieses Zelt ausschauen soll. "Gott wott unger üs zäutle? Das gloub i fasch nid! Dä wohnt doch im Himmu!"

Doch schnell haben die Menschen das Material gesammelt und angefangen zu bauen. Und es wurde ein einfaches Zelt mit einem Vorhof, einem Raum für das Heilige und einem Raum für das Allerheiligste. Eingefasst in eine Mauer aus Tuch. Eigentlich genau so wie heute immer noch; die Kirchenmauer umfasst den Platz, darin steht die Kirche mit dem Kirchenschiff, wo die Menschen sitzen und einem Altarraum, wo der Pfarrer oder die Pfarrerin steht und predigt. Das schauten wir uns genau an an diesem Morgen. In der Kirche und rund um die Kirche. So ist Gott immer noch mitten unter uns - ganz nah. Ja, Gott muss uns ganz fest gerne haben, wenn er immer bei uns sein will. Als Erinnerung bemalten wir ein Blatt Papier und falteten ein Zelt daraus.

"Gott du bisch um mi wie nes Zält,

wo mi schützt und stützt.

Amen"

Text und Bilder: Susan Weber


Fiire mit de Chliine - Turmbau zu Babel

Mit diesem Thema verbunden war die Aussage: Gott ist der Grösste. Wir versuchten einen gaaanz grossen Turm zu bauen, doch wie in der Geschichte, sprachen auch wir plötzlich andere Sprachen und verstanden uns nicht mehr. So ist alles zusammengekracht.

Und wir begriffen: Gott ist und bleibt der Grösste.

Im zweiten Teil konnten sich die Kinder mit Lehm beschäftigen. Lehm und Stroh stampfen, wie die Menschen von Babel. Es gab auch kleine und grössere Tiere. Und alle durften ein Säckchen mit Lehm nach Hause nehmen.
Zum Glück hatte es den Brunnen nebenan. Füsse und Hände, alles wurde wieder sauber.
 
Gott het di gärn, er isch bi dir und luegt für di.
Wenn du jetz geisch, de wünsch i dir: Bhüet di Gott!


Text und Bilder: Susan Weber


Erstes "Fiire mit de Chliine"

Zum ersten Mal haben wir uns am Samstag, 13. Mai 2023 in der Kirche zum ‚Fiire mit de Chliine‘ getroffen.  Mit 14 Kindern und ihren Begleitpersonen entdeckten wir die Schöpfungsgeschichte. Die Geschichte, die erzählt, wie Gott die Welt gestaltet hat. Wir gingen ganz zum Anfang zurück, so wie die Menschen in der Bibel es sich vorgestellt haben.

Singen mit Bewegungen, kurze Gebete, Geschichte mit Legematerial erzählt, so entdeckten die Kinder und machten mit. Einen Tontopf anmalen und selber Erde ‚schöpfen‘ vertiefte das Gehörte und Erlebte. Und zum Schluss durften sie die Blumensamen säen. Nun gehört ihnen ein Stück Erde, wo sie Sorge tragen und staunen können, was alles wächst. Viel Glück dazu!

Liebe Gott,

wo du dWält hesch gmacht,
hei dÄngel glacht, hei tanzet, sy gsprunge,
der Morgestärn het gsunge.
D’Böim hei mit de Zweige gchlatschet,
alli Bäch hei plitschet, platschet.

Wär i dört gsi, i hätt gseit:
Häb Dank, Gott für die Herrlichkeit!
Mir wei Sorg ha, dass nüt verheit!
Liebe Gott, dir singe mir, danke für alli Pracht,
wo du für üs hesch gmacht.
Amen

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Text: Susan Weber
Bilder: Stefan Raiser